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Gleitschirmflieger sind naturverbundene Zeitgenossen, aus diesem Grund sind Tage die nicht in der Luft verbracht werden können keine verlorene Zeit, wenn das Alternativerlebnis nachhaltig in Erinnerung bleibt. So geschehen am 20. Juli 2008.
An diesem Tag trafen sich bei Sandra und Mirko Weber 20 Personen – Geier und Familienangehörige – um die wilde Murg über Stock und Stein, per Boot und zum guten Schluss nur mit Schwimmweste und Helm zu erkunden. Höhe ist für einen Piloten eine ganz normale Sache, diese allerdings in fast horizontaler Lage und mit dem Rücken zur Erde abzubauen wiederum nicht. Aber so fängt der Adventuretag der Mugtal-Arena an. Festgezurrt an zwei Seilen, die an einem Bergsteigergurt eingeklinkt werden, geht es 12 Meter abwärts ins Bett der Murg. Unten angekommen wird man von einem atemberaubenden Szenario empfangen. Riesige Felsbrocken, vom Wasser im Laufe der Evolution zu Steinen in universelle Formen geschliffen, erwarten den Flußbettwanderer und faszinieren ihn die gesamte Wanderstrecke immer wieder aufs Neue. Das Wasser hat neben der Flussrinne unzählige kleine Mulden und Teiche geschaffen, die sich beim näheren Betrachten zu Biotopen wandeln. Fische, Kaulquappen, Frösche in allen Größen und ab und zu auch einmal eine Ringelnatter, haben hier einen ungestörten Lebensraum. Bedingt durch die wilde Schönheit der Natur, ist es teilweise recht schwierig sich immer auf die Strecke zu konzentrieren – ein Muss wenn man nicht ins Wasser fallen möchte – denn manche Steine sind nass oder mit Moos behaftet und geben daher nicht den sicheren Stand. Etwa eine Stunde nach dem Abseilen sind alle Teilnehmer tief beeindruckt, dafür aber unbeschadet am Ziel angekommen. Manche wohl mit feuchten Schuhen und Hosen, dies hat jedoch der allgemeinen Freude nicht geschadet. Im Gegenteil, gab es doch damit Anlass zu wirklich freundschaftlichen Kommentaren. Bewegung dient nicht nur der Gesundheit, sie macht auch hungrig. Damit keinen Teilnehmer die Kraft verlässt, gab es anschließend in Forbach im Murggarten knusprigen Flammkuchen und natürlich auch etwas Gutes zum Trinken. Diese Stärkung wurde gerne angenommen, denn das Rafting stand ja noch auf dem Programm. Unter der Anleitung von Karl Hammer, einem erfahrenen Kanuten der vorher schon die Gruppe mit Sandra Weber durchs Murgbett geführt hatte, wurden die Spezialboote zu Wasser gelassen, Paddeln, Schwimmwesten und Helme verteilt und ab ging es in die Murg. Dabei konnte jeder Flieger sehr schön feststellen, dass das Wasser und die Luft artverwandte Elemente sind. Strudel, Walzen und Schnellen mussten gemeistert werden. Anfänglich mit einigem Respekt, aber mit jedem Mal immer besser und sicherer. Bis auf die Schwarzwaldtypischen Springelemente – beim Fliegen sind es die Fichten, beim Paddeln die Steine – die sich dem Sportler ab und zu in den Weg stellen, gingen die ganzen Übungen wohl Nass aber ohne Blessuren über die Bühne.Die ganz Harten gingen zum Schluss noch mal eine Teilstrecke ohne Boot an. Rein ins Wasser, flach auf den Rücken legen, die Füße voran und ab durch die Walze. Raus aus dem Wasser und das Ganze bis zum Abwinken noch einmal. Flieger haben nicht nur Kondition, sondern auch den unbändigen Willen eine Gaudi bis zum Ende auszuleben. Ganz Schluss war danach allerdings immer noch nicht. In trockenen Gewändern und natürlich wieder hungrig wie ein Bär, wurde das Grillangebot der Murgtal-Arena weggeputzt. Steaks, Würstchen, Scampispieße, Salate, Pommes usw. wurden fast restlos abgeräumt. Dass das wohlverdiente „Landebier“ nicht nur nach dem Fliegen schmeckt, wurde an diesem Tag eindeutig bewiesen. Die leckere Verköstigung durch Sandra und Mirko Weber und Team, die wirklich für jeden Geschmack etwas anzubieten hatten, wurde von allen Teilnehmern sehr gelobt.
Somit ging ein toller Familientag dem Ende entgegen, den Herry Hoffner wie folgt beschreibt: „War ein geiler Tag!! Viel Spass, viel Lachen, gutes Essen, viele nette Leute, einfach fantastisch!!“
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Nur so viel noch: „Das machen wir wieder!“
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